Samstag, 29. April:
12 Uhr: Ankunft unserer Freunde auf dem Dorfplatz
Willkommensgruß und –trunk (unter einem Zelt)Oder: Begrüßung und Willkommensaperitif
Mittagessen in den Gastfamilien
16 Uhr: Besichtigung des Flughafens von V.
Offizielle Feierlichkeit
Einweihung einer Tafel - was für eine Tafel? specifier un peu
Abendessen im Gemeindesaal
Sonntag, 30. April :
Messe in der Basilika Notre-Dame de l’Epine (für Interessierte)
Führung durch die Basilika
Picknick in L’Epine (organisiert/bereitgestellt von den Gastfamilien)
zur Auswahl:
Besichtigung des Städtischen Museums von Châlons
oder Entdeckungstour durch die alte Stadt
18 h : Ankunft in S.
19 h 30 :
Aperitif und Buffet (gemütliches Beisammensein mit musikalischer Unterhaltung)
Montag, 1. Mai :
10 h 30 : Treffen auf dem Dorfplatz
Die Gemeinde von S. wird den Kindern des Kindergartens ein Geschenk (Musikinstrumente) überreichen.
Besichtigung der Schule
Rundgang im Dorf (für Interessierte)
Mittagessen in den Familien
14 h 30 :
Treffen auf dem Platz dür die Abreise
Liebe Freunde
Mein Vater ist heute icht mehr da, aber ich glaube, dass er uns vom Himmel sieht und auch sehr glücklich ist.
Als ich ein kleiner Junge war, hat mir mein Vater eine Geschichte erzählt.
Diese Geschichte ist eine wahre Geschichte.
Sie zeigt, dass die deutsch-französische Freundschaft groß ist, was auch immer geschehen mag / unter welcehn Umständen auch immer.
Die Geschichte spielt im Herbst 1940 (neunzehnhundertvierzig). In Frankreich gibt es viele deutsche Soldaten.
Mein Vater ist Landwirt und wie die anderen Landwirte in S. züchtet er Schafe.
An diesem Abend macht er sich große Sorgen um das Mutterschaf.
Sie bekommt ein Schäfchen, aber etwas stimmt nicht.
Mein Vater braucht den Schäfer.
Aber der Schäfer wohnt ein paar Häuser weiter und in Frankreich gibt es jeden Abend Ausgangssperre und Verdunkelung.
Nachts ist es verboten hinaus auf die Straße zu gehen.
Trotzdem, geht mein Vater auf die Straße, weil er dringend etwas unternehmen muss, um dem Mutterschaf zu helfen.
Da trifft er zwei junge deutsche bewaffnete Soldaten. (Sie waren zwanzig Jahre alt wie mein Vater).
Sie fragen ihn : « Wohin gehen Sie ? »
Mein Vater antwortet eingeschüchtert (auf französisch) : « Ich gehe zum Schäfer. »
Die zwei Soldaten verstehen nicht, was mein Vater sagt.
Mein Vater erklärt : « Probleme, Mäh! / Bäh! macht er dem Schaf nach,… Artzt, schnell… »
Die zwei Soldaten : « Ja, Ja, wir gehen mit Ihnen ».
Eine Viertelstunde später befinden sich die zwei Soldaten, der Schäfer und mein Vater im Schafstall.
Die zwei Soldaten legen ihre Gewehre zur Seite, krempeln ihre Ärmel hoch und helfen meinem Vater und dem Schäfer.
Noch eine Viertelstunde später kommt das Schäflein lebend zur Welt.
An diesem Abend im Herbst neunzehnhundertvierzig, in Frankreich, in Soudron, trotz Kriegzeit, waren zwei deutsche Soldaten und zwei Franzosen froh und Freunde.
Ich finde diese Geschichte sehr schön und für das fünfundvierzigste Jubiläum wollte ich sie Ihnen erzählen.
Vielen Dank
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