Dieses Cartoon / diese Karikatur, das/ die keine Sprechblase enthält, wurde von Claire Brétecher gezeichnet.
Diese Karikatur wurde wahrscheinlich im „Le nouvel Observateur“ veröffentlicht.
Brétecher zeichnet für die Zeitschrift „Les Frustrés“ seit 1972.
Die freie Stelle der „Dialoge“ ermöglicht dem Leser die Karikatur selbst zu deuten.
Zuerst interpretieren wir die verschiedenen Bilder, in der als Hauptperson ein Arbeitsloser in Szene gesetzt ist.
Danach werden wir die Gesellschaft, die Claire Brétecher dank diesem Cartoon zeigt, interpretieren.
Auf ersten Bild sieht man die Frau, wie sie der Hauptperson hinterherläuft.
Sie liest ihm eine Anzeige vor.
Es handelt sich um ein Stellenangebot, welches dem Kandidaten die Möglichkeit zu einer steilen beruflichen Laufbahn verspricht.
Um diese Tätigkeit zu erhalten, muß man unerhört? (frechem Atem haben) und unter 30 Jahren zu sein.
Auf dem zweiten und dem dritten Bild sehen wir der Mann, der wahrscheinlich arbeitslos ist. Er läuft zum Telefon, um sich wegen dieser Anzeige zu melden und um zu versuchen, ein Einstellungsgespräch zu erhalten.
Bilder 4 bis 8 zeigen uns diesen Mann, der sich für die Unterhaltung, die er haben wird, vorbereitet. Er wascht er aus. Dann putzt er sich die Zähne. Er wählt seine schönste Krawatte und zieht einen Mantel an. Er zieht Sonntagskleider an, um seine Unterhaltung vorzubereiten. Dafür wird er immer von seiner Frau und seinem Kind geholfen. Sie unterstützen ihn. Man vermut, daß sie seinen Erfolg wünschen.
Auf dem neunten Bild sehen wir diesen Mann wie er alleine weggeht und seine Familie verlässt.
Das zehnte Bild zeigt uns seine Frau mit ihrem Kind, die alleine zuHause geblieben sind.
Sie sind erschrocken.
Sie zittern und warten im zeifelnd.
Sie sitzen auf einem Sofa, so wie der Vater im zehnten Bild.
Auf dem letzten Bild sieht man einen anderen Bewerber.
Wir sehen die Gesprächssituation.
Zwei andere Personen sind schon dort.
Auf der Zeichnung haben sie einen Wolfskopf.
Der Mann, immer sehr selbstsicher und entschieden, hatte bis jetzt auf der Zeichnung seine Zähne zusammengebissen.
Aber als er die zwei anderen „bestialisierten“ Bewerber sieht, fängt er an, an seinem Erfolg zu zweifeln.
In der Tat spucken? die zwei Wolfsmänner, so sehr wollen sie diesen Areit.
Wir können uns jetzt fragen, was Claire Brétecher uns durch mit dieser Karikatur vermitteln will.
Sicher hat dieser Arbeitslose keine Ansprüche mehr auf Unterstützung.
Das erklärt, warum er so resolut ist, um diesen Arbeit zu bekommen, dessen Anzeige die Möglichkeit zu einer steilen Laufbahn verspricht.
Deshalb läuft er zum Telefon, sobald er es hört.
Man versteht auch, warum er bei seinen Vorbereitungen so sehr von seiner Familie unterstützt wird.
Die Notwendigkeit, eine Arbeit zu haben, ist ein modernes…….. ?.
Nur der Mann muß arbeiten.
Es scheint so, als ob sich die Frau dem Haushalt widmet.
Deshalb braucht diese Familie das Einkommen von dieser Arbeit.
Danach versuchen wir, die Bestialisierung der zwei anderen Kandidaten zu deuten.
Diese Bewerber werden als Wölfe dargestellt.
Der Vergleich zwischen einem Wolf und dem Bewerber, der entschlossen ist, eine Arbeit zu finden, ist wenig schmeichelhaft.
In der Tat scheinen diese Wolfs- Bewerber dazu bereit zu sein, diese Areit zu bekommen.
Sie schauen rechts von ihnen zu.
Sie ignorieren die Hauptperson, die von diesen Tieren verängstigt zu sein scheint.
Das illustriert perfekt, dass, das Hobbes gesagt hat: „Lupus est homo homini“ = „der Mensch für den Menschen ein Wolf“.
Diese Karikatur illustriert auch die Veränderung eines Arbeitslosen, der wieder arbeiten will. Auf dem ersten Bild sieht man, wie er in einem Stuhl zusammengesackt, eine Zeitschrift liest. Im Gegenteil dazu ist es seine Frau, die ihm ankündigt, dass sie für ihn eine Areit gefunden hat.
Nach und nach verbessert sich auf der Karikatur seine Situation.
Er entwickelt sich zu einem sauberen und entschiedenen Mann, der sich für sein Bewerbungsgespräch in Arbeitskleidung und mit einer Aktentasche vorstellt.
So hat sich dieser Mann auf die Suche nach Arbeit verändert.
Über unsere Gesellschft gibt es einen weiteren Punkt (vielleicht den Wichtigsten), den uns Brétecher zeigt, zu bemerken.
Nichts wird angeboten, alles muß durch den Willen und die Arbeit verdient werden.
Zum Beispiel sehen wir, daß dieser Mann denkt, dass die ganze Vorbereitung für sein Vorstellungsgespräch von seinem Aussehen abhängt.
Tatsächlich verbringt er auf der Hälfte der Karikaturen die Zeit damit, sich so vorzubereiten.
Er sieht sich kein Buch an, das von seinen Beruf handelt.
Man sieht nicht, dass er sich auf das mündliche Gespräch vorbereitet.
Seine einzige Vorbereitung für diese „wichtige mündliche
Prüfung“ ist, sich die Zähne zu putzen.
So kann man davon ausgehen, daß dieser Mann diese Arbeit nicht bekommen wird.
Jetzt haben wir diese Karikatur beschrieben und analysiert.
Sie zeigt uns die Schwierigkeiten, in unserer Zeit eine Arbeit zu finden.
Wir haben festgestellt, wie sehr man entschieden sein muß, um sich in einer immer stärkeren „bestialisierten“ Areitswelt zurecht zu finden.
Diese Karikatur, die sich auf das Komische basiert, übersetzt mit Humor eine wichtige Veränderung unserer modernen Gesellschaft, die immer größere Schwierigkeiten bietet, wieder einen Arbeitsplatz zu finden.